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Jugendhilfe

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Die Aufnahme von Jugendlichen richtet sich nach dem achten Sozialgesetzbuch Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) und seinen Betreuungsformen. Im Sinne des § 1 Abs.1 SGB VIII verfolgt die WAB den Leitgedanken, dass jeder junge Mensch in Deutschland ein Recht auf „Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ hat. Die rechtlichen Grundlagen für die Hilfen bilden § 27 SGB VIII i. V. mit § 35a SGB VIII oder § 41 SGB VIII.
Unsere Arbeit zeichnet sich stets durch eine Zukunftsorientierung aus. Wir wollen Jugendliche unterstützen, ihre Vergangenheit zu bearbeiten und zu bewältigen, so dass die Gegenwart adäquat genutzt werden kann, um ihre Fähigkeiten und Kompetenzen für ihre persönliche Zukunft zu entwickeln. Nur auf diese Weise kann es gelingen, dass die Jugendlichen dazu befähigt werden, ihre persönlichen Ressourcen zu erkennen und diese für die Entwicklung einer tragfähigen Zukunftsperspektive zu nutzen.
Unser primäres und übergeordnetes Ziel ist es, den jungen Menschen gemäß dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ und „so viel Unterstützung und Förderung wie nötig, so viel Selbstständigkeit wie möglich“ zu einer selbstständigen Lebensführung zu verhelfen.
Zuvor gilt es jedoch zahlreiche Teilziele, wie beispielsweise eine adäquate Haushaltsführung oder den Umgang mit Behörden und Ämtern, zu bearbeiten. Alle konkreten Teilziele sind explizit im Erziehungsplan formuliert und ihrerseits in Unterkategorien aufgeteilt, um Fortschritt messbar zu machen.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht sowohl ein verlässliches Beziehungsangebot durch ein Bezugsbetreuersystem, Beratung und Begleitung in allen Lebensbereichen, als auch das „Lernen“ als genuin pädagogischer Schwerpunkt. Die Inhalte unserer Arbeit sind – entsprechend des pädagogischen Lernbegriffes – in Module ausdifferenziert, welche die verschiedenen Lebensbereiche der Betreuten beschreiben: Lernen-Lernen, Wissen-Lernen, Können-Lernen und Leben-Lernen. Der Jugendliche wird darin bestärkt seine Ziele auf ihre Umsetzbarkeit hin zu prüfen und im Anschluss zu verfolgen. Mithilfe eines Hilfeplans wird der Betreuungsverlauf individuell geregelt und die voraussichtliche Dauer der Betreuung planbar.
Weitere inhaltliche Schwerpunkte unserer Arbeit sind unter anderem:

-    Strukturgebender Tagesablauf
–    Schulische Förderung durch Einzel- oder Gruppennachhilfeangebote
–    Sprachtraining
–    Lern- und Konzentrationstrainings
–    Berufliche Förderung: Bewerbungstrainings und Unterstützung bei Ausbildungssuche, Berufsorientierung und beim Durchlaufen der Ausbildung
–    Großes Netzwerk an Praktikums- und Ausbildungsbetrieben
–    Interne Beschäftigungsmöglichkeiten im „Grünen Bereich“
–    Regelmäßige Einzelgespräche mit Zielvereinbarungen im Rahmen des Erziehungsplans
–    Befähigung zu lebenspraktischer Selbstständigkeit durch Anleitung und Trainings
–    Emotionale Stabilisierung unserer Klienten
–    Hilfe beim Aufbau, der Stabilisierung und der Gestaltung sozialer Beziehungen
–    Individuelle Fachdienstangebote
–    Verselbstständigungsworkshops in Kleingruppen, z.B. „Anträge und Bescheide“ oder „Ausbildung und Arbeitsrecht“, etc.
–    Enger Austausch mit Ämtern, Behörden, Arbeitsgebern, Schulen
–    Unterstützung bei Ämtergängen und in asylrechtlichen Fragen
–    Enge Zusammenarbeit mit externen Psychologen und Therapeuten
–    Freizeitgestaltung durch gruppeninterne Angebote und Anbindung an ortsansässige Vereine
–    Gemeinsame Ferienfreizeit
–    U.v.m.