Abteilung Jugendhilfe auf Gruppenfreizeit in Berchtesgaden

Am 19.08.2019 sind elf junge Flüchtlinge der Abteilung Jugendhilfe, in Begleitung ihrer Betreuer zur jährlichen Gruppenfreizeit ins Berchtesgadener Land aufgebrochen. Schon früh am Morgen wurden gemeinsam eifrig und voller Vorfreude die Lunchpakete geschnürt. Das diesjährige Ziel war ein Campingplatz am Abtsee. Dort angekommen wurde der Reisegruppe der Zeltplatz und die Umgebung gezeigt. Dabei entdeckten die Jugendlichen auch den See, den sie in den drei Tagen zur programmfreien Zeit immer wieder aufsuchten. Danach wurden, unter Anleitung der Betreuer, die Zelte aufgebaut. Am Abend ging es dann zum „Fußballgolf“ in der beeindruckenden Salzburger Berglandschaft. Bei schöner Abendsonne wurden die Jugendlichen in zwei Gruppen aufgeteilt und kämpften darum, wer am besten einen Fußball in den vorgesehenen Zielen versenken konnte. Von Runde zu Runde entwickelten die Jugendlichen mehr Ehrgeiz, was aber der guten Stimmung in den Gruppen keinen Abbruch tat. Am Ende triumphierten I. Diallo und A. Nuri. Den restlichen Abend ließen die Jugendlichen bei Barbecue und Lagerfeuer ausklingen.
Am zweiten Tag fuhr die Gruppe am Vormittag nach Berchtesgaden. Keiner der Jugendlichen hatte je zuvor eine Bergseilbahn gesehen. Aufgeregt fuhr die Gruppe mit der Bergseilbahn den Obersalzberg hinauf. Oben angekommen, ging es für die Gruppe zunächst zur nahe gelegenen Sommerrodelbahn. Nachdem Jungs und Betreuer einige Male johlend den Berg hinunter rasen durften, ging es weiter zu einer Berghütte, wo die Mittagspause zusammen verbracht wurde. Gut gestärkt wurde dann zum Kehlsteinhaus gewandert. Am Dokumentationszentrum Obersalzberg angekommen wurden die Jugendlichen in Gruppen aufgeteilt, so dass je ein Betreuer genug Zeit hatte auf Fragen über das Dritte Reich genauer eingehen zu können. Die Jugendlichen zeigten viel Interesse und waren sehr wissbegierig. Besonders von der riesigen Bunkeranlage waren viele fasziniert. Am Abend saß die Gruppe zusammen, es wurde wieder gegrillt sowie Karten- und Gesellschaftsspiele gespielt.
Bei schlechtem Wetter wurden am nächsten Morgen die Zelte abgebaut und der Heimweg nach Adelsdorf angetreten.
Die Jugendlichen waren mit großer Freude und Begeisterung dabei. Es herrschte stets eine sehr ausgelassene Stimmung. Die jungen Männer konnten für ein paar Tage dem Alltag entfliehen und ihre Sorgen zumindest für einen kurzen Augenblick hinter sich lassen. Die Betreuer bekamen durchweg positive Rückmeldungen von den Bewohnern: Sie waren von der Landschaft, vom Programm und von der allgemeinen Stimmung sehr angetan.
Einem Jugendlichen hat der Kurzurlaub sogar so gut gefallen, dass er eine Woche später den gleichen Urlaub, mit dem gleichen Programm nochmal mit seinem Cousin wiederholte.

Maximilian Naser
(Dipl. Pädagoge univers.)


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