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Österreich

Österreich Umhausen

 

Gute Zeiten für die Partnerschaft

Was im November vergangenen Jahres in Umhausen so gut begonnen hatte, fand nun in Erlangen eine vielversprechende Fortsetzung. Jürgen Ganzmann, Geschäftsführer der WAB Kosbach, hatte zum dreißigjährigen Jubiläum seiner Einrichtung, das gestern in der Kulturfabrik Höchstadt mit einem gelungenen Festprogramm gefeiert wurde, eingeladen, und Irmgard Hofer war nun tatsächlich mit Burkhard Schneider zu einem ersten Besuch gekommen. Sie brauchten nicht lange, um Anknüpfungspunkte zu finden und überlegen sogar schon, ob nicht auch bestimmt Einrichtungen, wie die „Eule“ aus Imst für eine Kooperation mit der WAB geeignet wäre. Gleich also der Blick über den Tellerrand hinaus, ganz im Sinne von Jürgen Ganzmann, der sich über den Besuch aus Umhausen riesig freut.

Jürgen Ganzmann, Burkhard Schneider, Irmgard Hofer

Anders als mit den Kollegen aus der russischen Partnerstadt Wladimir oder aus dem italienischen Cumiana trennt in dieser Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Tirol keine Sprachbarriere. Erleichtert wird die Kooperation durch die räumliche Nähe und  ähnliche Strukturen und Gesetze. In dieser Hinsicht bietet sich denn auch Burkhard Schneider als besonders geeignet an, denn er stammt aus Deutschland, genauer aus Siegen, und kennt somit Gemeinsamkeiten und Unterschiede besser als sonst jemand.

Burkhard Schneider, Irmgard Hofer und Jürgen Ganzmann

Beginnen könnte man im Miteinander zwischen Kosbach und Umhausen mit gemeinsamen Ferienaktionen, dem Austausch von Assistenten und Fachleuten sowie Heimbeiräten, aber auch mit internationalen Begegnungen unter Einbeziehung der bereits vorhandenen Kontakte der WAB zu Russland, Ungarn, der Schweiz und Italien.

Nun aber ein Vorschlag, der weit darüber hinausweist: Man sollte doch einmal den Menschen mit Behinderungen aus Franken und dem Ötztal Gelegenheit geben, selbst eine Konferenz über ihre eigenen Belange zu veranstalten. Mit fachlicher Unterstützung, aber so, dass man nicht über sie und für sie spricht, sondern sie selbst sprechen lässt von sich und zu sich. Selbstbestimmt – und sicher auch zum Nutzen der Fachleute. Da kommen gute Zeiten auf die Partnerschaft mit Umhausen zu!

Peter Steger, 11. April 2014