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Ministerin Aigner zeichnet WAB Kosbach aus

Am 14. September wurde an Antje Düll und Siegfried Schuster von der WAB Kosbach gGmbH durch Staatsministerin Ilse Aigner in Nürnberg eine Urkunde für die Teilnahme an dem Seminar „Betriebliche Integration von Flüchtlingen“ überreicht.

Ein Thema, das gegenwärtig nicht nur in Politik und Medien heftig diskutiert wird, sondern auch in der Wirtschaft, die teilweise noch immer für das Thema sensibilisiert werden muss.

Gerade kleine und mittelständische Betriebe finden angesichts des demographischen Wandels kaum Auszubildende, sind jedoch hinsichtlich eines Vertragsabschlusses mit jungen Asylbewerbern und -berechtigten häufig noch skeptisch, sei es wegen der notwendigen Qualifikation als Zugangsvoraussetzung oder der für Außenstehende kaum zu durchschauenden bürokratischen Hürden. Hier gilt es, mit Aufklärung und tatkräftiger Unterstützung entgegenzuwirken.

Da die WAB Kosbach in ihren drei Häusern in Adelsdorf seit September 2015 achtundzwanzig unbegleitete minderjährige Asylbewerber betreut, war dieses Seminar sehr hilfreich. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern konnten anhand von Fallbeispielen Erfahrungen ausgetauscht und diskutiert werden. Hierbei standen insbesondere die Aufenthalt und Arbeitsmarktzugang betreffenden rechtlichen Rahmenbedingungen im Vordergrund.

Neben dem Einleben in den deutschen Alltag und Erlernen der deutschen Sprache ist eine fundierte berufliche Ausbildung für eine erfolgreiche Integration unabdingbar. Insbesondere jungen Menschen stehen noch viele Chancen und Möglichkeiten offen, denn deren Biografien lassen große Potentiale erkennen, da das durchlebte Schicksal ungeahnte Fähigkeiten und Stärken hervorbringt, die es nun zu fördern gilt.

Deshalb engagiert sich die WAB Kosbach in Zusammenarbeit mit ihren ehrenamtlichen Helfern für die Vermittlung von Praktika.

Sowohl die Jugendlichen als auch die Mitarbeiter in den ausbildenden Betrieben werden von den Fachkräften der WAB Kosbach vor Ort gefördert mit dem langfristigen Ziel, einen Ausbildungsvertrag zu erhalten und vor allem einen guten Abschluss zu erreichen, um Perspektiven für das weitere Leben zu entwickeln.

Bisher wenig beachtet wurde allerdings, dass die Nachsorge über das 18. Lebensjahr hinaus kaum geregelt ist. In Hinblick auf diese Herausforderung möchte sich die WAB Kosbach dementsprechend weiterbilden und das erworbene Wissen nicht nur praktisch anwenden, sondern auch an andere Organisationen weitervermitteln.

Integration kann letztendlich nur im Zusammenwirken aller beteiligten Kräfte gelingen.

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