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Besuch der Kinderkommission bei der WAB in Adelsdorf

Am 29.04.2016 empfing die WAB die Vertreterinnen der Kinderkommission Tanja Schorer-Dremel (CSU), Doris Rauscher (SPD) und Gabi Schmidt (FREIE WÄHLER) in Adelsdorf. Die Kinderkommission, kurz „KiKo“, befasst sich mit den Belangen von Kindern und Jugendlichen und trägt diese in die Politik. Der Besuch in Adelsdorf sollte den Vertreterinnen der KiKo einen Einblick in den Alltag unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge geben.

Zu Beginn ihres Besuches besichtigen Schorer-Dremel, Rauscher und Schmidt zwei Wohngruppen der WAB. Bei der Führung durch die beiden Häuser werden die Politikerinnen gleich mit einem freudigen „Herzlich Willkommen!“ von den Jugendlichen in Empfang genommen. Eine dieser Wohngruppen, eine ehemalige Arztpraxis, bietet Platz für sieben Jugendliche, wohingegen in der zweiten Wohngruppe, welche sich direkt nebenan befindet, insgesamt neun Jungen aus Syrien, Somalia und dem Irak leben. „Das ist ja wirklich schnuckelig“  findet Gabi Schmidt beim Betreten der Räumlichkeiten.

Anschließend nehmen sich die Vertreterinnen der KiKo noch für eine ausführliche Diskussionsrunde Zeit. Im Dialog mit fünf Jugendlichen und deren Betreuern wollen sie mehr über das tägliche Leben in der Wohngruppe erfahren. Die Politikerinnen haben viele Fragen an die jungen Männer. Sie erkundigen sich, wie es den Jugendlichen in Adelsdorf ergeht, ob sie gerne auf dem Land leben, was die größten Unterschiede zwischen Deutschland und dem Heimatland sind und was für die Jugendlichen in Deutschland am schwierigsten ist. In gebrochenem, aber gut verständlichem Deutsch geben die Jungen Auskunft. Sie fühlen sich wohl in Adelsdorf und leben ebenso gerne auf dem Land wie in der Stadt. Einer der größten Unterschiede sei die Pünktlichkeit in Deutschland. „Pünktlichkeit ist sehr wichtig. Das ist typisch deutsch“, sagt Mohammad. Ein anderer findet, dass Deutschland sehr viele Regeln hat. Es fällt ihm manchmal schwer, alle Regeln einzuhalten.

Den Betreuern der Jugendlichen sind zwei Anliegen besonders wichtig: Sie wünschen sich, die Jugendlichen auch über das 18. Lebensjahr hinaus weiter betreuen zu dürfen. „Wir wollen bei einem 100-Meter-Lauf nicht nach 70 Metern abbrechen müssen“, so Ganzmann. Die Jugendlichen sollen so lange begleitet werden, bis sie in der Lage sind, ein selbstständiges Leben zu führen. Nur so sind sie am Ende eine echte Bereicherung für Deutschland. Das zweite Anliegen, das die pädagogischen Fachkräfte hervorbringen, ist eine Beschulung der jungen Flüchtlinge, die dem Einzelnen besser gerecht wird. Oft ist das Schulsystem noch sehr unflexibel. Dies führt dazu, dass einige Schüler permanent unterfordert sind, während andere immer wieder überfordert werden.

Abschließend bedanken sich die Jugendlichen bei „ihren“ Betreuern: „Wir sagen danke an die Betreuer. Das hier ist super gut.“

 

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