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Höchstadter Gruppe trotzte im Allgäu dem Regen

Im August verbrachten fünf Klienten des ambulanten und stationären Bereichs Höchstadt gemeinsam mit ihren Betreuern Maria Buckl und Berthold Raum ein Wochenende im Allgäu. Zunächst führte der Weg nach Hinterstein, wo man nicht nur gegen Steigungen zu kämpfen hatte, sondern vor allem gegen starken Dauerregen.

Trotzdem erreichte man auf rutschigen Pfaden nach einiger Zeit die einsam und idyllisch gelegene Schwarzenberghütte des Deutschen Alpenvereins, bei der ein ökologisches Energiekonzept mit biologischer Wasserreinigung verwirklicht wurde.

  Weg zum Daumen II Kuh b   KarstseeIIII Mann b

Der Aufstieg stellte eine harte Bewährungsprobe nicht für die Teilnehmer, sondern auch die Kleidung dar, die am Ziel erst einmal einer ausgiebigen Trocknung bedurfte. Ein leckerer Kaiserschmarrn und vor allem die wunderschöne Aussicht machten all die Anstrengungen schnell vergessen, bevor man in den wohlverdienten Schlaf fiel.

Ausgeruht wollte man am nächsten Tag die rund sieben Stunden dauernde Besteigung des Großen Daumens über den Engeratsgrundsee angehen, der in 2280 m Höhe liegt, also fast noch weitere 1000 Höhenmeter über der Schwarzenberghütte.

Jedoch machte abermals starker Dauerregen den wackeren Wanderern das Leben schwer. Nachdem die Gruppe sich notgedrungen die Zeit mit Gesellschaftsspielen vertrieben hatte, konnte sie endlich am späten Vormittag aufbrechen, nachdem sich die Sichtweite auf sage und schreibe 10 m verbessert hatte. Auf dem schmalen und steinigen Weg musste man sehr darauf achten, nicht auszurutschen, was selbstredend einige Zeit länger dauerte.

So einigten sich am Nachmittag die allmählich erschöpften Bergsteiger darauf, ein kleines Kreuz nahe dem ursprünglichen Ziel in ihren persönlichen Gipfel umzuwidmen. Primär steht das Wohl aller Beteiligten im Vordergrund und so war hier – wie in anderen Lebenssituationen auch – ein wenig Flexibilität erforderlich. Letztendlich wurde nur ein kleiner Kompromiss eingegangen, denn unter diesen widrigen Umständen war die vollbrachte Leistung beachtlich.

Da plötzlich der Regen endlich aufhörte und sich die Wolken verzogen, bot sich auch von hier aus ein atemberaubendes Panorama über einen verträumten Bergsee inmitten der wundervollen Allgäuer Berglandschaft, das für all die Mühen entschädigte. Auf saftigen grünen Wiesen waren nicht nur Kühe zu beobachten, sondern auch Gämsen und an diesem besonderen Tag grüßte sogar das Murmeltier.

Nach dem Abstieg musste abermals der Trockenraum der Schwarzenberghütte bemüht werden, aber die köstlichen Käsespatzen bedeuteten den ersten Schritt zur Erholung von all den Strapazen.

Die Heimreise erfolgte bei sonnigem Wetter, das bei der Wanderung so schmerzlich vermisst wurde. Nichtsdestotrotz hat die kleine Reise allen Teilnehmern viel Freude bereitet und sie mit Stolz erfüllt.

Gruppenbild Hütte ba

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