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Gehörlose Pantomimenkünstler zu Gast bei der WAB Kosbach

Als Einrichtung für Menschen mit psychischer Erkrankung und unbegleitete minderjährige Asylbewerber engagiert sich die WAB Kosbach auch für behinderte Menschen in Russland, da die russische Gesellschaft leider noch immer wenig Toleranz und Unterstützung den Betroffenen entgegenbringt. Für Geschäftsführer Jürgen Ganzmann ist diese Kooperation daher eine besondere Herzensangelegenheit, so dass bereits vor einigen Jahren in Erlangens Partnerstadt Wladimir eine Institution ebenfalls für psychisch kranke Menschen gegründet werden konnte. Regelmäßig leisten junge Russen ein Praktikum bei der WAB Kosbach ab, um das dort erworbene Wissen in der Heimat anwenden und auch weitergeben zu können.

Über den Gründer der WAB Kosbach, Leonhard Hirl, konnte Jürgen Ganzmann nun Kontakt zur Gehörlosenschule in Nischni Nowgorod knüpfen.

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Deren Schüler haben 1986 das Projekt „Theater und Pantomime“ gegründet. Mittlerweile gehört das Ensemble „Piano Theater“ zu den Besten seines Fachs, so dass es sogar im Ausland gastiert.

Die Gruppe war in der Zeit vom 14. bis 20. Mai bei der WAB Kosbach zu Gast und konnte bei verschiedenen Aufführungen in der Region ihr Können demonstrieren.

Improvisation und intuitive Sprache ebnen trotz der Einschränkung den Weg zum Publikum. Dies gelingt ausgezeichnet, so dass die Gehörlosigkeit der jungen Künstler für die Besucher kaum erkennbar bleibt und diese daher sehr beeindruckt waren.

Die Erfolgserlebnisse stärken wiederum das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen.

Finanziell unterstützt wurde die Tournee durch die Kulturförderung der Stadt Erlangen.

Die deutsche Botschaft in Moskau äußert in Dankesschreiben ausdrücklich ihre Freude über das in Erlangen und Umgebung aufgebrachte Engagement aller Beteiligten in Hinblick auf eine dauerhafte Zusammenarbeit mit den russischen Partnern. Wie man sieht, funktioniert diese ungeachtet der „großen Politik“ reibungslos.

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